Jimber Airline

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Springsport für die ganz professionellen Wiedereinsteiger mit Jimber Airline

Es geht wieder los, das Pony-Mikado startet in eine neue Runde!
Die Turniersaison ist für das Pummelpegasus und seine Superwoman vorbei, jetzt können wir uns wieder den wirklich wichtigen Dingen widmen. Auf gehts in den Kampf gegen das Gehölz. Viel zu lange blieben die bunten Stäbchen unberührt durch Jimbers polternde Hufe. Wir starteten also in eine neue Runde Hürdenlauf. Begleitet uns bei einem spektakulären Flug mit der Jimber Airline:

Im Kampf gegen das bunte Gehölz

Ein Glück für uns, stürzten wir uns nicht alleine in das Stangenlabyrinth. Wir bekamen tatkräftige Unterstützung. Wie Badman und Robin ritten wir auf den aufwendig bebauten Grasplatz. Ganz nach dem Motto, gemeinsam sind wir stark. So konnte die Beifahrer auch der bunt gestellte Parcour nicht schocken. Der Trainer hatte mal wieder dafür gesorgt, dass wir viel Spaß haben würden. Das alles konnte die Pummelballerina natürlich überhaupt nicht beeindrucken. Wenigstens einer von uns beiden ist mit genügend Selbstbewusstsein gesegnet. So bummelte er entspannt mit schwingenden Bauch über das Schlachtfeld. Das wir hier eventuell etwas Körperspannung für die anstehenden Stangenstapel benötigen würden, sah der Herr definitiv anders.

So entschied der möchtegern Jockey ersteinmal ein paar Aufwärmrunden um die Hölzer zu drehen. Das beruhigt die Nerven des Beifahrers und bereitet das Couchpotato-Pony auf die anstehende Anstrengungen vor. Da das letzte Hallen-Halma schon länger zurück lag, nahm der Trainer etwas Rücksicht. Wir starteten wieder mit der berüchtigten Bodenschlange. Im Vergleich zum letzten Mal waren wir jetzt jedoch besser gewapnet. Uns war bewusst, das trotz Höhenflugtraining die Angriffe auch vom Boden aus starten konnten! So schielte der Pummelpinz hin und wieder ganz bewusst nach unten.

Der Angriff der heimtückischen Bodenschlange

Doch was war das? Unerwartet und heimtückisch griffen Sie an, im Rudel! Dachten wir bisher, dass die Bodenschlange nur als Einzelgänger auftritt, wurden wir nun eines Besseren belehrt. Sie treten ebenfals im Rudel auf, wirklich hinterhältig und feige wie ich finde! Ich meine vier gegen einen? Jimber blieb dabei seiner Linie treu. Bloß nicht die Beine höher heben als nötig. Wie bei Hänsel und Gretel werden Spuren im Sand hinterlassen. Wie soll man sonst auch nachvollziehen können, wo man schon langgelaufen ist, um später den Weg in die Box auch wieder zu finden? Fury steuerte somit tiefen entspannt auf die Bodenschlangengruppe zu. Der Cowboy merkte schon, dass wir den Kampf so nicht gewinnen konnten. Im großen Stolperschritt legte sich das Springduo fast lang. Hinterher kam der Reitelefant ordentlich in Schwingungen um den benötigten Ausweilschritt wieder auszugleichen. Oh WOW das kann heute ja nur ein wahrer Erfolg werden!

In Form eines Ostereis ging es dann weiter über die Gruppe an Bodenschlangen und auf der gegenüberliegenden Seite wieder über den Einzelgänger der gleichen Gattung. Dieser schien sich verlaufen zu haben. Nach gefühlten 2000 Wiederholungen gelang es uns, den gemeinen Angriffen der Bodenschlangen auszuweichen.

Auf zum Höhenflug

Die Arbeit mir dem Gehölz am Boden, sollte jedoch nur der Anfang sein. Trotz der langen Abstinenz hatte der Trainer Größeres vor und plante mit uns durchaus auch noch den Höhenflug zu üben. Den Grasplatz schmückten alle Varianten, um einer Dressurdiva das Herz in die Hose rutschen zu lassen. Der Trainer war motiviert, endlich ging es darum die Füße auch mal vom Boden zu lösen. Die Begeisterung des Pummelpegasus ließ allerdings noch zu wünschen übrig.

Bevor es jedoch an den großen Rundflug mit der Jimber Airline ging, entschied der Trainer, dass wir uns vereinzelte Stangenhaufen vorab noch einmal näher ansehen sollten. Der möchtegern Jockey war von dieser Entscheidung sehr angetan und konnte auf einmal auch wieder atmen. Zumindest für ca 5 Minuten. Bis es dann hieß Ihr reitet jetzt diese Distanz einmal an. Das sind 21 Meter wurde weiter erläutert. Das wären dann 5 Galoppsprünge. Ihr solltet es aber auf 6 versuchen, da eure Pferde ja gerne etwas los ziehen.

Wer hat den Bremsschirm vergessen?

Ich als Beifahrer verarbeitet immer noch die Information, dass da zwei Holzformationen aufeinander folgten. Der Einstieg war zudem auch noch ein Ochse, also ein sogenanter hoch-weit Sprung und als wenn das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, folgte darauf der Stier, also ein sogenanter Hochsprung. Meine Fingernägel waren vor Nervösität schon abgekaut. Ergänzend dazu verlief die Einflugschneise Bergab. Top, besser hätte es ja nicht sein können. Denn wenn der Panzer ersteinmal ins Rollen gekommen ist, hält Ihn auch so schnell nichts mehr auf. Wer hat eigentlich vergessen den Bremsschirm zu installieren?

Der Rest der Informationen rauschte nur so an mir vorbei. Zahlen kann ich mir eh kaum merken und mit so viel Adrenalin hörte ich quasi nur noch meinen Tinitus piepen. Das eigentliche Ziel für mich war also, ran und wenn es geht auch über die Sprünge rüber zu reiten. Das Lieblingswort des Trainers “nochmal” hieß es zu vermeiden. Wie das Ganze aussehen würde? Föllig zweitrangig. Einzigstes Ziel, überleben auf dem Pferderücken! Aber es nützte ja alles nichts, wir starteten mit dem Höhenflug und nahmen Anlauf Richtung der gelblich makierten Abschussrampen.

Jimber Airline im Tiefflug

Damit das Flugschweinchen die Hinterhand nicht zu sehr strapazieren musste, zündete der Herr spontan das zusätzliche Triebwerk. Mit ner ordentlichen Portion extra Schub flogen wir über den Ochsen. Natürlich auf groß, was auch sonst. Kurz schrillten ein paar Zahlen im meinem Kopf auf. Da war doch was mit 5 oder 6 Hasenhüpfern die der Trainer sehen wollte, oder? Ok, wie bekommen wir die jetzt auf die restlich verbliebenen 5 Meter unter? Ganz einfach, die Antwort hieß, gar nicht!

Klein Dumbo, alias Jimber entwickelte sich langsam zu einem mini Kampfjet. Während der Beifahrer immer nur Ausschau nach dem nächsten Flugzeugträger für die Landung hielt, schaltete der Rennsemmel den Turbo eine Stufe höher. Über eine verlängerte Landebahn wäre der Jockey nun doch sehr froh gewesen, aber so wurden die hänging-off Skills aus dem Motorradsport aktiviert und eine Kurve in Überschallgeschwindigkeit genommen. Ich hätte immer noch schwören können, das wir vom Knieschleifen nicht weit entfernt waren.
Abgesehen vom regelmäßig kompletten Kontrollverlusst, meisterten wir in diesem Stil unseren Wiedereinstieg. Erleichterung machte sich breit, zumindest für den Moment. Am darauf folgenden Tag musste der Beifahrer gleich den nächsten Kampf ausfechten und zwar mit dem Muskelkater des Todes. Wer kennts?

Jimber Airline, immer nach dem Motto: “GEIL! STANGEN! WIR WERDEN ALLE STERBEN!” Wir freuen uns schon auf die nächste Runde Pony-Mikado!

Wer wissen möchte, wie wir uns damals bei unserem aller ersten Geländespringen geschlagen haben, kann das hier nachlesen.