Trainingsbericht mit Trixie bei Manuel Bammel im August

Die Zeit rennt wie immer und ich wollte Euch noch von unserem letzten Unterricht mit Trixie bei Manuel Bammel berichten. Beim ersten Training im Juli haben wir uns vor allem um den Takt gekümmert, was Ihr hier nochmal nachlesen könnt.

Nach dem letzten Unterricht übte ich also fleißig mit Trixie am Takt, jedoch schlichen sich dadurch andere Probleme ein. Sie fing an sich wieder fester im Rücken zu machen und auch die Anlehnung war nicht mehr richtig konstant.

Sitzkorrektur

Also schauten wir dieses Mal zunächst, dass wir wieder eine harmonischere Einheit werden. Nach kurzer Anfangsphase stoppte mich Manuel – und es ging an meinen Sitz. Ich hatte schon länger das Gefühl, dass ich irgendwie nicht mehr gut sitze, aber konnte nicht richtig benennen, wo das Problem nun lag. Nun kam heraus, dass ich wieder vermehrt zum Stuhlsitz tendiere, den ich eigentlich ganz gut rauskorrigiert hatte. Wie frustrierend… Meine Beine rutschen einfach zu weit vor, wodurch ich nicht mehr im Schwerpunkt sitze. Dadurch kann ich Trixie nicht gut sitzen und sie macht sich fest im Rücken. Ein Teufelskreislauf.

Die Lage des Sattels

Kurzer erster Check, ob der Sattel noch richtig liegt

Allerdings gab er mir auch zu Bedenken, dass evtl. auch mein Sattel eine Mitschuld daran haben könnte, dass ich in diese Position rutsche. Natürlich kann man auch mit einem nicht optimal liegenden Sattel korrekt sitzen, aber es macht es doch schwerer. Wir schauten uns also den Sattel nach dem Unterricht nochmal zusammen an. Dabei sah es so aus, dass der Sattel vorne zu eng und dadurch zu hoch lag – wodurch er hinten an den Polstern zu niedrig lag. Dadurch säße ich automatisch mehr im Stuhlsitz, da der Schwerpunkt im Sattel zu weit hinten läge. Klar, dass Trixie das nicht cool findet.

Knie ran – aber Hacken nicht runter

Während des Unterrichts übten wir noch fleißig, wie ich dennoch weg vom Stuhlsitz komme, auch wenn der Sattel zur Zeit nicht gerade hilfreich ist. Heraus kam, dass ich im Leichtraben mehr über die Knie aufstehen soll und die Hacken nicht runterdrücken soll, wie wir es alle noch aus der alten Reitschule kennen. Denn dadurch drücke ich meine Beine wieder nach vorne in den Stuhlsitz.

Außerdem arbeiteten wir an meiner Grundspannung, also schön die unteren Bauchmuskeln anspannen und mit dem Oberkörper tendenziell eher nach vorne “gegendrücken”, damit ich mich mit dem Oberkörper nicht zu weit nach hinten lehne. Am Anfang wirkte das alles noch sehr fremd und ich musste mich stark konzentieren, das auch Durchzuhalten.

Für den Anfang sollte ich beim Üben immer wieder Schrittpausen einbauen, da meine Muskulatur einfach noch nicht so lange durchhält und die neuen Haltungen noch nicht verinnerlicht sind.

Reflektion der alten Haltung

“Hochkonzentriert” beim Verinnerlichen der neuen Haltung 😉

Nachdem wir ein paar Runden in der “neuen” korrekten Haltung ritten, sollte ich nochmal in die alte Position verfallen. Und der Unterschied war doch enorm zu spüren! Und fühlte sich zum Glück auch ziemlich falsch an. Nachdem das nun verinnerlicht war, wurde meine Beinhaltung noch leicht nach hinten korrigiert und Zack, da war er wieder, mein Dressursitz.

Der Unterricht war für mich auf jeden Fall wieder sehr voranbringend. Ich konzentierte mich durch meine Sitzkorrektur mehr auf mich und weniger auf Trixie. Dadurch versuchte ich sie nicht in eine bestimmte Haltung zu bringen. Und so lief sie am Ende richtig schön.

Ein kleiner erster Sattelcheck

Manuel gab mir noch bezüglich meines Sattels den Tipp, einmal unter die Sattelkissen ein extra Polster zu legen, um für mich zu prüfen ob ich dann besser sitze. Also habe ich das gleich am nächsten Tag umgesetzt. Das Lammfell unter Trixies Sattel musste erstmal weichen, dadurch ist der Sattel vorne schon etwas weiterliegend geworden.

Damit der Sattel hinten höher kam, faltete ich mir ein großes Handtuch sauber, ohen Falten, und legte es unter die Sattelkissen. Natürlich sei dazu gesagt, dass es keine Dauerlösung ist! Es diente nur zu einer ersten Einschätzung, ob ich so besser zum Sitzen komme und es evtl. wirklich auch mit am Sattel liegt. Und ja, es hat funktioniert. Ich saß mehr in der Mitte des Sattels im Schwerpunkt und rutschte mit den Beinen nicht mehr so weit nach vorne. Meine Knie hatten auch wieder besseren Halt in den Pauschen.

Der Sattler muss her

Es ärgert mich, dass ich nicht vor einiger Zeit bereits auf mein Bauchgefühl gehört habe. Denn seit einiger Zeit hatte ich bereits das Gefühl, dass der Sattel nicht mehr richtig passt. Da ich mir aber nicht sicher war, schob ich den Gedanken vorerst beiseite.

Meine Sitzprobleme vermutete ich, lagen an meinen neuen, noch sehr steifen Dressurstiefeln. Aber nun ja, wieder habe ich etwas dazu gelernt. Ich sollte noch mehr auf mein eigenes Bauchgefühl hören…

Nun war unser Sattler von Achilles Sättel da und hat sich den Sattel angeschaut. Und Manuels Verdacht und mein Bauchgefühl wurden bestätigt. Der Sattel war vorne zu eng, wodurch ich zu weit hinten im Sattel saß. Die Polster wurden “platt gesessen” und mussten auch nachgepolstert werden.

Auch wenn das wieder Mal ein teuer Kostenpunkt ist, freue ich mich dennoch, dass der Sattel geweitet werden muss. Denn letzten Endes bedeutet es ja auch, dass Trixie ordentlich aufgemuskelt hat. Für das nächset Mal versuche ich jedoch, früher auf mein Bauchgefühl zu hören und schneller zu reagieren.

Fotos des Beitrags von Mandina Fähse